Blauzungenvirus: Serotyp 4 und 8 in Frankreich neu aufgetreten

Karte: Übersicht der Fälle von Blauzungenkrankheit seit 01.05.2017, Stand 04.04.2018

Imke Brammert-Schröder

Der Feind kommt in der Nacht: kleine Mücken übertragen das Blauzungenvirus auf Rinder, Ziegen und Schafe. Diese so genannten Gnitzen fallen die Tiere vor allem zwischen Abend- und Morgendämmerung an und infizieren sie mit dem Virus. Die Folge sind erhebliche gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden in Ziegen-, Schaf- und Rinderherden. Eine Impfung bietet Schutz vor Erkrankungen und wird von einigen Bundesländern bezuschusst.

Das Blauzungenvirus (BTV, Abkürzung aus dem Englischen von Blue Tongue Virus) wurde erstmals im Sommer 2006 in Deutschland nachgewiesen. Vorher war das Virus bereits im Länderdreieck Niederlande, Belgien und Deutschland aufgetreten. Zunächst erkrankten Schafe, dann aber auch mehr und mehr Rinder. In den Jahren 2007 und 2008 kam es zu einer nahezu flächendeckenden Ausbreitung des Virus in ganz Deutschland und Mitteleuropa. Aktuell gilt Deutschland als BTV-frei. Allerdings breitet sich das Virus vom Serotyp 4 seit 2014 über Griechenland und den Balkan immer weiter Richtung Norden aus. Ende 2017 wurde es in Frankreich nachgewiesen, bis Februar 2018 wurden dort nach Angaben des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) bereits mehr als 80 Fälle gemeldet. In Frankreich richtet auch der Serotyp 8 hohe Schäden an: in 2017 wurden dort über 1.700 Fälle gemeldet, in diesem Jahr bereits mehr als 400. Experten rechnen damit, dass das Virus die deutsche Grenze überwindet und es hier ebenfalls zu Ausbrüchen kommen wird….

 


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