Fliegen: Der Plage Herr werden

Von Dr. Heike Engels/Der Hoftierarzt

Fliegen im Stall verursachen eine Menge Probleme – Grund genug, gegen sie vorzugehen. Wer zeitig im Frühjahr den Grundstein für eine wirksame Stallfliegenbekämpfung legt und dann am Ball bleibt, wird im Sommer deutlich weniger Fliegen haben.

Fliegen übertragen und verbreiten durch den Transport von Bakterien, Viren, Parasiten, Pilze an ihrem Rüssel oder an den Füßen wichtige Erkrankungen, und auch im Fliegenkot sind Erreger nachweisbar. Sie sind zudem Stressverursacher durch die Belästigung der Tiere im Stall. Die Folgen sind Unruhe und Aggressivität unter den Tieren.

Am häufigsten findet man im Stall die Stubenfliege (Musca domestica) und den Wadenstecher (Stomoxys calcitrans). Erwachsene Stubenfliegen sind etwa 7 mm lang und haben eine graue Färbung. Der Wadenstecher ist etwa gleich groß, hat aber im Unterschied zur Stubenfliege Mundwerkzeuge und saugt Blut. Die Fliegen haben alle denselben Lebenszyklus mit den Stadien Ei, Larve/Made, Puppe und Fliege, die wiederum Eier legt.

Für die Anfangsbekämpfung eignen sich elektrische Fallen und Kleberollen, an denen die Fliegen kleben bleiben, sofern der richtige Standort, z.B. Fensterbänke, gewählt wurde. Doch bei einem vermehrten Fliegenbefall sind weitere Maßnahmen nötig, um die Insekten langfristig zu vertreiben. Zur chemischen Bekämpfung gibt es unzählige Mittel. Ihre Wirkung lässt mit Anzahl der Anwendungen nach, deshalb öfter mal wechseln. Vor allem madenwirksame Mittel werden mit guter Erfahrung eingesetzt. In ganz akuten Fällen werden Streich-, Spritz- und Ködermittel angewandt. Bei der Bekämpfung ist darauf zu achten, dass diese sowohl die umherfliegenden Fliegen als auch deren Larven und Puppenstadien angeht, denn die sichtbaren Fliegen sind nur die Spitze des Eisbergs…


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